Schlagwort: Tamron

Auf meinem Blog habe ich es schon geschrieben – ich bin als Teilnehmer für den Tamron Extreme-Test ausgewählt worden, geknüpft an 5 fotografische Aufgaben.

Die zweite Aufgabe für Tamron’s Extreme-Test lautet diesmal:

Fotografieren Sie ein attraktives Porträt!

Nun ist es laut meiner Erfahrung mit Portraits so, dass man auf bestimmte Dinge nicht verzichten kann. Lichtstärke, einen gut sitzenden Focus und absolute Schärfe. Eine gute Lichtstärke, sprich große und offene Blende schon allein deshalb, um ein sehr schönes Bokeh zu zaubern und die porträtierte Person gut vom Hintergrund freizustellen. Der Autofocus sollte gut sitzen, im Zweifel auch der manuelle Focus, um auch den anvisierten Bereich sehr gut scharf zu stellen. In meinem Fall achte ich immer darauf, dass die Augenpartie scharf ist, denn das verleiht dem Portrait die größte Intensität. Hat man etwas mehr Abstand zum Model oder weniger Lichtstärke zur Hand, dann sollte es schon der Kopf sein.

Ich stehe ja noch am Anfang mit meiner Portraitfotografie, wollte aber schon ein kleines Extra in das Motiv packen.

 

Seifenblasen!

 

Klingt einfach, ist es aber gar nicht. Schon die Besorgung war ein Hindernis, denn in den Drogeriemärkten in meiner Nähe gab es schlicht und ergreifend kein Pustefix zu kaufen, erst im Müller wurde ich fündig und so kaufte ich 2 Packungen.

Die Location war mir gar nicht so wichtig, hauptsache was Grünes im Hintergrund. Kamera aufs Stativ, Focus und Belichtung eingestellt, los gehts. Tja, wenn da nicht der Wind wäre. Während ich also ausprobierte, in welche Richtung die Seifenblasen flogen und mit welcher Intensität ich seitwärts pusten sollte, löste die Kamera aus. Dass ich nicht gleich Amok gelaufen bin wegen diesem blöden Wind, fehlte noch. Stimmte der Wind, kamen keine oder ungenügend wenige Seifenblasen – hatte ich die richtige Dosierung gefunden, flogen sie überall hin, nur nicht Richtung Motiv. Naja, nach geschätzten 120 Auslösungen habe ich mich für das folgende Portrait meiner Frau entschieden.

 

 

Das Tamron 18-270mm F/3.5-6.3 Di II VC PZD ist keine Portraitlinse, das steht schonmal fest. Festhalten kann man, dass es noch ein schönes Bokeh zaubert, wenn genügend Licht vorhanden ist. Ich lasse mich sogar dazu hinreißen, dass man unter optimalen Bedingungen wirklich sehr schöne Portraits und Close-Up’s fotografieren kann, ABER die Schärfe!

Das Portrait habe ich bei f6/110mm fotografiert, der Focus saß gut, aber mir fehlt wirklich die absolute Schärfe im Bild. Selbst nachschärfen in Lightroom und die Betonung der Augenpartie stimmt mich nicht zufrieden. Damit steht und fällt für mich die Entscheidung, ob ich diese Linse für ein Portrait einsetzen kann oder nicht. Während einer Urlaubsreise, wenn das Objektiv eh schon auf der Kamera sitzt, kann man mal schnell ein gelungenes Portrait damit schießen, aber für ein geplantes Shooting ist das nix.

 

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